„So viel Strom wie 65 laufende Kühlschränke: Dieses Haushaltsgerät ist der größte Energiefresser – und so senken Sie den Verbrauch“

In vielen italienischen Haushalten spielt der elektrische Backofen eine besondere Rolle, und zwar eine, die oft unterschätzt wird. Er arbeitet im Alltag meist still und unauffällig, kann aber den Stromverbrauch und damit die Rechnung deutlich nach oben treiben. Viele Konsumenten sind darüber überrascht.
Der Backofen im Alltag
Im Alltag der Italiener ist der Backofen eine stille Präsenz, ob eingebaut oder freistehend auf der Arbeitsplatte. Das italienische Bild „presenza discreta, quasi invisibile“ (leise Präsenz, fast unsichtbar) trifft es gut: Obwohl er oft genutzt wird, fällt seine Rolle als einer der stromintensivsten Haushaltsgeräte selten auf.
Wie viel Strom der Backofen schluckt
Vor allem während der Aufheizphase, dem „preriscaldamento“ (Aufheizphase), kann ein elektrischer Backofen sehr viel Energie ziehen. In diesen „momenti di massimo utilizzo“ (Momente höchster Nutzung) verbraucht er so viel Energie wie dutzende Kühlschränke zusammen. Konkret kann der Bedarf beim Vorheizen bis zu einem Spitzenwert von etwa 65 Geräten erreichen (das bezieht sich auf vergleichbare Kühlschränke).
Der Grund liegt in der unterschiedlichen Arbeitsweise der Geräte: Der Kühlschrank hält bereits vorhandene Kälte in einem isolierten Raum, während der Backofen hohe Temperaturen erzeugen und konstant halten muss; das verlangt eine intensive, fortlaufende Energiezufuhr.
Warum der Vergleich mit dem Kühlschrank täuscht
Auf den ersten Blick wirkt die Vorstellung, dass der Kühlschrank der „Stromfresser“ ist, naheliegend. Er läuft ständig und ist immer an. Aber die andauernde Erzeugung und Aufrechterhaltung hoher Temperaturen im Backofen kostet deutlich mehr Energie als das bloße Regulieren von Temperatur im Kühlschrank. Deshalb entsteht leicht der falsche Eindruck, der Kühlschrank sei die größere Belastung auf der Stromrechnung, tatsächlich kann der Backofen mehr verbrauchen.
Viele Verbraucher sind überrascht, wenn sie das merken. Das zeigt, wie wichtig es für italienische Haushalte ist, die eigene Wahrnehmung zur Verteilung des Energieverbrauchs zu hinterfragen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Einsparung zu ergreifen.
Der elektrische Backofen ist also eine unsichtbare, aber bedeutende Komponente im italienischen Haushalt, die oft mehr Energie schluckt, als viele denken. Dieses Wissen sollte dazu anregen, bewusster mit dem Energieverbrauch umzugehen und zu überlegen, wie Haushaltsgeräte effizienter genutzt werden können. Für alle, die ihren Umgang mit Energie überdenken und ihre Umweltbilanz verbessern wollen, kann das auch ein Anstoß sein, alternative Küchengeräte oder -methoden auszuprobieren und nachhaltigere Gewohnheiten im Alltag zu etablieren.