Warum sollte man dieses einstige arme‑Leute‑Lebensmittel essen? Es senkt Blutdruck und Blutzucker

Erbsen galten lange als einfache Hülsenfrucht der ärmeren Bevölkerung, werden heute aber neu geschätzt. Studien zeigen, dass sie nicht nur Blutdruck und Blutzucker senken können, sondern auch viele wichtige Nährstoffe liefern, die der Körper braucht. In der tschechischen Küche waren sie wegen ihres einfachen Anbaus und ihrer Sättigungskraft als „Nahrung der Armen“ bekannt. Heute gehören sie wegen ihrer gesundheitlichen Vorzüge zur ausgewogenen Ernährung.
Wie Erbsen der Gesundheit helfen
Erbsen stecken voller nützlicher Nährstoffe und können wesentlich zur Senkung des Blutzuckers beitragen. Lösliche Ballaststoffe in Erbsen ziehen Wasser in den Darm, unterstützen eine regelmäßige Darmentleerung und nähren gleichzeitig nützliche Darmmikroben. Diese löslichen Ballaststoffe können außerdem Cholesterin und Blutzucker senken.
BBC Good Food weist darauf hin, dass die in Erbsen enthaltene Stärkeform Amylose die Verdauung verlangsamt und so zu einer besseren Blutzuckerbalance beiträgt. Eine kanadische klinische Studie von 2014 zeigte, dass der Verzehr von Erbsen zu einer niedrigeren Glykämie führt und empfahl, Erbsenbestandteile in Lebensmitteln zur Verbesserung der Glykämiekontrolle zu verwenden.
Wie Erbsen gegen Bluthochdruck helfen
Neben der Blutzuckerregulierung können Erbsen auch den Blutdruck senken. WebMD berichtet, dass schon eine Tasse gekochter Erbsen täglich den Blutdruck nicht nur stabil halten, sondern sogar senken kann. Das ist wichtig in einer Welt, in der Bluthochdruck weit verbreitet ist.
Der ideale Blutdruck von 120/80 mmHg wird durch die in Erbsen enthaltenen Proteine begünstigt. Eine nicht namentlich genannte Studie aus dem Vorjahr zeigte außerdem, dass getrocknete Bohnen und Erbsen den systolischen Blutdruck signifikant senken.
Welche Nährstoffe Erbsen liefern
Getrocknete Erbsen sind ein echtes Kraftpaket: Mit bis zu 25 g Eiweiß pro 100 g gehören sie zu den pflanzlichen Lebensmitteln mit besonders hohem Proteingehalt. Ernährungsfachleute betonen, dass Erbsenprotein alle Aminosäuren enthält, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann.
Neben Eiweiß liefern Erbsen Eisen, Magnesium, Calcium, Zink und Kalium. Ihre B-Vitamine und Vitamin C tragen zur allgemeinen Gesundheit bei. Deník (tschechische Zeitung) hebt die Kombination aus Magnesium und Nukleinsäuren hervor, die gesundes Zellwachstum und -teilung fördert und zur Regeneration des Körpers beiträgt.
Erbsen in Kultur und Küche
In der tschechischen Küche spielten Erbsen traditionell eine große Rolle. Sie galten als „Nahrung der Armen“, weil sie günstig, leicht anzubauen und sättigend sind. Typische Gerichte wie Hrachová polévka (Erbsensuppe), Hrachová kaša (Erbsenbrei) und Hrách a kroupy (Erbsen und Graupen) zeigen ihre Vielseitigkeit. Ihr Verzehr hielt auch ärmere Menschen nährstoffreich, selbst ohne Fleisch. Diese Gerichte sind bis heute Teil der Esskultur geblieben.
Erbsen gelten inzwischen als nährstoffreiche Lebensmittel, die für alle Altersgruppen geeignet sind. Besonders empfohlen werden sie für Kinder, Jugendliche und Senioren. Die Mischung aus Ballaststoffen und Vitaminen unterstützt Regeneration und Wachstum und kann beim Muskelaufbau, Gewichtsverlust und bei der Herzgesundheit helfen.
Obwohl Erbsen früher als Armennahrung galten, sind sie heute fester Bestandteil einer gesunden Ernährung. Von der Verbesserung der Blutzuckerwerte bis zur Senkung des Blutdrucks reichen ihre gesundheitlichen Vorzüge. Ob in Suppen, als gekochte Beilage oder in anderen Gerichten: Erbsen sollten auf keinem Speiseplan fehlen. Die Aussage von WebMD, dass der tägliche Verzehr von Erbsen den Blutdruck senkt, unterstreicht die Notwendigkeit, diese vielseitige Hülsenfrucht regelmäßig in die Ernährung zu integrieren.